Eing investiert in eine neue Abluftreinigungsanlage

Energieeffizienz in der Textilindustrie

Eine innovative Technologie zur Abluftreinigung ermöglicht die Reduzierung des Gesamtenergieverbrauchs und der CO2-Emissionen.

Für ein Pilotvorhaben der Eing Textilveredlung und Handelsgesellschaft mbH & Co.KG in Gescher (Nordrhein – Westfalen ) stellt Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen 235.000 Euro aus dem Umweltinnovationsprogramm zur Verfügung . Unser Unternehmen betreibt Anlagen zum Bleichen, Drucken, Ausrüsten und Beschichten von Textilien.
Die Bereiche Vorbehandlung und Färberei benötigen große Mengen Wasser, die je nach Verfahrensschritt auf Temperaturen zwischen 30 bis 130 Grad Celsius aufgeheizt werden müssen . Als Engergieträger dient Dampf der in einem zentralen erdgasbetriebenen Kessel erzeugt wird. In der Ausrüstung und Beschichtung werden Spannrahmen betrieben die direkt oder indirekt mit Erdgas beheizt werden und große Mengen Abluft freisetzen. In dieser Abluft befinden sich Verunreinigungen aus den textilen Materialien , den verwendeten Textilhilfsmitteln sowie aus den Verbrennungsabgasen .
Die Abluftreinigung erfolgt bei Texilveredlungsanlagen nach dem Stand der Technik überwiegend durch Abluftwäscher in Kombination mit Elektrofiltern. Nachteile dieser Verfahren sind einerseits der hohe Wasserverbrauch und andererseits die Verlagerung der Schadstoffe aus der Luft in das Abwasser. Außerdem lassen sich damit schwer lösliche und/oder leicht flüchtige Schadstoffe, wie Methanol, nur unzureichend aus der Abluft entfernen. Einen erheblich besseren Wirkungsgrad erzielen Verfahren zur regenerativen Nachverbrennung der Abluft . Solche Anlagen haben allergings einen hohen Energiebedarf, da große Volumenströme mit geringer Schadstoffkonzentrationen behandelt werden müssen . Daher wird diese Technologie in der Textilveredlungsindustrie bisher nur bei einigen wenigen Unternehmen eingesetzt.
Bei diesem Vorhaben soll eine neuartige Anlage zur regenerativen thermischen Nachverbrennung in Kombination mit Wärmetauschern errichtet und in die Wasser – und Wärmeversorgung der Färbereiabteilungen integriert werden. Die Energie in der gereinigten Abluft dient dabei zur Erwärmung bis zu 95 Grad Celsius. Die Zwischenspeicherung des Frischwassers erfolgt in verschiedenen wärmeisolierten Vorrattanks mit unterschiedlichen Temperaturniveaus. In der Färberei können dann die meisten Behandlungsbäder schon beim Befüllen der Aggregate durch Mischung auf die jeweils erforderlichen Behandlungstemperaturen eingestellt werden .
Auf diese Weise ist es möglich, die für den Betrieb der regenerativen Nachverbrennung zusätzlich benötigte Energiemenge durch Einsparungen in der Färberei zu kompensieren . Die Einsparungen können in der Summe zu einer Verringerung des Gesamtenergieverbrauchs und der CO² – Emissionen führen .

Eing Textilveredelung